Magenspiegelung
Was ist eine Magenspiegelung
Eine Magenspiegelung, auch Gastroskopie genannt, ist eine medizinische Untersuchung, bei der die Speiseröhre, der Magen und der Zwölffingerdarm mithilfe eines Endoskops betrachtet werden. Ein Endoskop ist ein dünner, flexibler Schlauch mit einer kleinen Kamera und einer Lichtquelle am Ende. Es wird vorsichtig über den Mund in den oberen Verdauungstrakt eingeführt.
Während der Untersuchung kann der Arzt die Schleimhaut des oberen Verdauungstrakts direkt auf einem Monitor sehen und nach Auffälligkeiten suchen. Bei Bedarf können auch kleine Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden, die anschließend im Labor untersucht werden. Manchmal können während der Magenspiegelung auch kleinere therapeutische Eingriffe durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Entfernung von Polypen oder die Stillung von Blutungen.
Wie läuft eine Magenspiegelung ab?
Vor der Untersuchung müssen Sie in der Regel für mindestens acht Stunden nüchtern bleiben. Ihr Arzt wird Sie im Detail über die Vorbereitung informieren.
Die Untersuchung selbst dauert meist nur etwa 5 bis 15 Minuten. Sie liegen dabei in der Regel auf Ihrer linken Seite. Vor dem Einführen des Endoskops wird oft der Rachen lokal betäubt, um den Würgereiz zu reduzieren. Auf Wunsch kann auch über die Vene ein Medikament für einen kurzen Schlaf verabreicht werden.
Während der Untersuchung führt der Arzt das Endoskop vorsichtig durch Ihren Mund, die Speiseröhre hinunter in den Magen und weiter in den Zwölffingerdarm. Um eine bessere Sicht zu erhalten, wird etwas Luft eingeblasen. Dies kann ein Druckgefühl oder ein leichtes Völlegefühl verursachen.
Nach der Untersuchung können vorübergehend leichte Halsschmerzen, ein Blähgefühl oder Aufstoßen auftreten. Wenn Sie ein Beruhigungsmittel erhalten haben, dürfen Sie für den Rest des Tages nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder schwere Maschinen bedienen.
