Darmspiegelung


Die Darmspiegelung dient der wichtigen Früherkennung von Darmkrebs und der Abklärung anderer Darmerkrankungen. Die Vorbereitung kann zwar etwas unangenehm sein, aber die Untersuchung selbst ist dank der medikamentösen Unterstützung in der Regel gut tolerierbar.


Aufklärungsgespräch

Die Durchführung einer Darmspiegelung beginnt mit einem vorbereitenden Aufklärungsgespräch, in dem der Arzt den Ablauf erläutert, mögliche Risiken anspricht und die notwendige Vorbereitung bespricht. Besonders wichtig ist die Information über bestehende Erkrankungen und Medikamente, insbesondere blutverdünnende Mittel.

Vorbereitung

Vor der Untersuchung muss der Patient mit der Darmreinigung beginnen, welche die Einnahme einer speziellen Abführlösung am Vortag und am Tag der Untersuchung umfasst. Diese führt zu wiederholten Stuhlgängen, um den Darm vollständig zu entleeren. Während dieser Phase ist feste Nahrung tabu. Erlaubt sind lediglich klare Flüssigkeiten. Bereits einige Tage vor der Untersuchung sollte auf schwer verdauliche und ballaststoffreiche Kost verzichtet werden. 

Wie läuft ein Darmspiegelung ab?

Am Untersuchungstag selbst erhält der Patient in den meisten Fällen ein Beruhigungsmittel oder eine Kurznarkose, um die Untersuchung angenehmer zu gestalten. In liegender Position, meist auf der linken Seite, führt der Arzt dann vorsichtig ein flexibles, etwa fingerdickes Schlauchinstrument, das Koloskop, über den After in den Enddarm ein. An der Spitze des Koloskops befinden sich eine Kamera und eine Lichtquelle, die Bilder des Darminneren auf einen Monitor übertragen. Unter ständiger visueller Kontrolle schiebt der Arzt das Koloskop langsam durch den Dickdarm bis zum Übergang zum Dünndarm vor. Um eine bessere Sicht zu gewährleisten, wird währenddessen Luft oder Kohlendioxid in den Darm eingeblasen, was ein Druckgefühl verursachen kann. Der Arzt beurteilt die Darmschleimhaut auf Auffälligkeiten und kann bei Bedarf über einen Kanal im Koloskop kleine Instrumente einführen, um Gewebeproben zu entnehmen oder Polypen zu entfernen. Die eigentliche Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. 

Nach der Untersuchung wird der Patient weiter überwacht, bis die Wirkung der Medikamente nachlässt. Der Arzt bespricht erste Eindrücke. Bei entnommenen Gewebeproben werden die Ergebnisse später ausgewertet. Aufgrund der Sedierung oder Narkose ist die aktive Teilnahme am Straßenverkehr für den Rest des Tages untersagt. In der Regel kann nach der Untersuchung wieder normal gegessen und getrunken werden, wobei eventuelle Blähungen meist rasch abklingen.


Aufklärung /  Einwilligung           CO2