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| Publikation - Die Vorsorge- Koloskopie - die beste Chance gegen den Darmkrebs |
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Es wird viel über den Darmkrebs diskutiert. Wie viele Menschen sind betroffen?
Dr. med. Bernd Bokemeyer:
Bei der Karzinomhäufigkeit liegt der Darmkrebs in Deutschland bei Männern an dritter Stelle und bei Frauen an zweiter Stelle. Zusammen genommen ist der Darmkrebs die häufigste Tumorerkrankung bei Männern und Frauen in Deutschland.
Die kolorektalen Karzinome stellen dabei die zweithäufigste Todesur- sache unter den Tumorerkrankungen dar. Es sterben in Deutschland 31.000 Menschen/Jahr am Darmkrebs, und wir haben 52.000 Neuer- krankungen/Jahr.
Das Lebenszeitrisiko an einem Darmkrebs zu erkranken, liegt bei etwa 5-6 %, das heißt, dass etwa 5-6 von 100 Bewohnern in Deutschland während ihres Lebens an Darmkrebs erkranken werden. Bei einem solch hohen Risiko ist eine Vorsorge sicherlich wichtig.
Forum Sanitas:
Welche Verfahren ermöglichen eine sichere Darmkrebsvorsorge?
Dr. med. Bernd Bokemeyer: Schon seit Jahren ist ein Stuhlblut-Test (Haemoccult- Test) als Vorsorgeuntersuchung etabliert. In großen internationalen Studien konnte gezeigt werden, dass dadurch die Darmkrebshäufigkeit um über 20 % reduziert werden konnte. Ein Pro- blem bei diesem Haemoccult-Test stellt die nicht immer ganz sichere und einfache Interpretation des Farbumschlags bei der Stuhltestung dar. Außerdem ist er nicht besonders sensibel.
Von etwa 3 % positiven Ergebnissen beim Haemoccult-Test zeigen bei der dann durchgeführten hohen Koloskopie nur 5 % definitiv ein Karzi- nom. Somit war auch wegen der geringen Beteiligung keine signifikante Senkung des Darmkrebsrisikos in Deutschland zu erkennen. Darum wurde nach besseren Test- und Untersuchungsverfahren gesucht.
Forum Sanitas:
Kann der Patient auf weitere Fortschritte in der medizinischen Forschung hoffen?
Dr. med. Bernd Bokemeyer:
Es gibt neue Stuhltest-Untersuchungen, die spezifischer auf mensch- liches Blut reagieren. Zusätzlich werden Untersuchungen des Stuhls auf Substanzen, die von Tumoren vermehrt sezerniert werden (M2-PK- Test), angeboten. Beide Testprinzipien sind allerdings bisher nur in relativ kleinen Patientengruppen untersucht worden. Es gibt Hinweise für eine Verbesserung der Sensitivität und Spezifität. Diese Daten müssen aber erst noch in größeren Kollektiven untersucht werden, bevor man diese Testungen ggf. als sinnvolle Vorsorgemaßnahmen empfehlen kann. Da es auch auf Grund der Ressourcen schwer

