Drucken PDF

Informationsblatt zur Durchführung der geplanten
hohen Coloskopie mit eventueller Polypektomie

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

im folgenden möchten wir Ihnen einige Besonderheiten und Informationen zu der geplanten Untersuchung des Dickdarmes (hohe Coloskopie) mit evtl. Polypektomie darstellen. Wir möchten Sie bitten dieses Blatt genau zu lesen und dann ausgefüllt zur Untersuchung wieder mitzubringen. Dies wäre für den zu planenden Ablauf der Untersuchung sehr hilfreich. Vielen Dank im voraus für Ihre Mitarbeit.

  • Die Darmspiegelung  
    (Coloskopie) ist die genaue Untersuchung des kompletten Dickdarmes vom After bis zum Blinddarm und dem hier endenden Dünndarm. Sie wird mit einem flexiblen Instrument durchgeführt und erlaubt die direkte Betrachtung der Darmwand. Daneben können auch beim Nachweis von Polypen diese endoskopisch gleich mit abgetragen werden. Da es sich um eine ausgedehntere Untersuchung handelt, wird der Arzt mit Ihnen vorher ein Gespräch fuhren.
       

  • Gründe der Untersuchung:  
    z.B. Abklärung von Bauchschmerzen unklarer Ursache, Verdacht auf Entzündung, Blut im Stuhl, Dickdarmpolypen oder Dickdarmtumor, Krebsnachsorge nach Operationen. Als Präventionscolos- kopie ab dem 56. Lebensjahr als Früherkennungsmassnahme auf ein colo-rectales Carcinom.
         

  • Voruntersuchung und Vorbereitung:  
    Zur Voruntersuchung genügt eine Blutentnahme, damit Blutbild und Gerinnung bestimmt werden. Die Vorbereitung für die Darmreinigung kann zu Hause nach einem exakten Plan für Diät und Einnahme der verordneten Abführmittel durchgeführt werden. Bitte halten Sie sich in allen Einzelheiten an diesen Plan, der Ihnen zusammen mit den Abführmitteln ausgehändigt wurde. Falls sich Probleme bei den Abführmassnahmen einstellen, wären wir dankbar, wenn Sie sich bei uns melden würden, bzw. uns dies beim Eintreffen in der Praxis gleich mitteilen würden.
        

  • Durchführung:  
    Wenn Sie zur Untersuchung in die Praxis kommen, sind Sie bereits komplett vorbereitet. Sie liegen auf einer Untersuchungsliege und bekommen eine Beruhigungsspritze. Die Spiegelung dauert ca. 20 min. Während der Untersuchung können Gewebeproben entnommen oder endoskopische Eingriffe (Abtragung von Polypen zur Krebsvorsorge) durchgeführt werden. Sollten sich in Ihrem Dickdarm solche Polypen finden, ist geplant diese in gleicher Sitzung abzutragen, weshalb schon entsprechende Voruntersuchungen (Gerinnungsuntersuchung) durchgeführt wurden. 
         
    Durch eine solche endoskopische Abtragung durch das Gerät können operative Maßnahmen mit Entfernung eines Polypen durch einen Schnitt durch die Bauchwand ersetzt werden. Wie lange Sie in der Praxis bleiben, hängt vom Befund ab. Falls Sie eine Beruhigungsspritze erhalten, sind Sie für 24 Std. nicht verkehrstüchtig. Sie sollten sich daher von einer Begleitperson abholen lassen.
        

  • Aufklärung und Einverständnis:  
    Die Coloskopie ist heute eine Standardmethode und wird tausendfach angewandt. Bei Untersuchungen dieser Art treten sehr selten Komplikationen auf. Ernste Komplikationen werden mit einer Häufigkeit von weniger als 1:10.000 bis 20.000 angegeben. Bei einem Eingriff sind Komplikationen eher möglich. Denkbar sind insbesondere Verletzungen der Darmwand und Blutungen, die eine evtl. Operation erforderlich machen können, sowie eine Beeinträchtigung der Atemfunktion, insbesondere nach Injektion eines Beruhigungsmittels, und Überempfindlichkeitsreak- tionen auf Medikamente. 
         
    Da Sie zur Untersuchung eine Beruhigungsspritze erhalten, wird dadurch Ihr Reaktionsvermögen für ca. 24 Std. beeinträchtigt. Während dieser Zeit sollten Sie kein Fahrzeug steuern und keine Maschinen bedienen. Sollte sich bei Ihnen im Dickdarm ein Polyp finden, ist geplant diesen Polypen in gleicher Sitzung endoskopisch durch das Instrument abzutragen, um so eine echte Krebsprophylaxe zu betreiben und eine sonst möglicherweise notwendige Operation mit einem Schnitt durch die Bauchdecken zu vermeiden. Das Risiko einer solchen endoskopischen Polypektomie hängt insbesondere auch von der Größe des Polypens ab, liegt aber durchschnittlich deutlich unter 1%. Durch die vorgenommenen Voruntersuchungen und die begleitenden Maßnahmen ist dieses Risiko weitgehend zu minimieren.
       
         

  • Bitte beantworten Sie folgende Fragen. Sie helfen dadurch, Risiken weitgehend zu vermeiden

Erhalten Sie z.B. beim Zahnarzt eine Endocarditisprophylaxe mit
einem Antibiotikum bei bekannten Herzrhythmusstörungen oder einem
Herzklappenfehier?

Haben Sie eine Allergie gegen bestimmte Medikamente?

Sind Sie schwanger?

Nehmen Sie gerinnungshemmende Medikamente?

wenn ja: Marcumar     Aspirin, ASS     Andere

Haben Sie einen grünen Star (Glaukom) der Augen?

Besteht bei Ihnen eine chron. Infektionskrankheit?

wenn ja:Aids     Hepatitis     Andere 

        

  • Sollten Sie gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin 100 oder ASS 100 einnehmen, müsssten diese Medikamente, wenn ärztlich vertretbar, vor der Coloskopie abgesetzt werden, um in gleicher Sitzung ohne ein erhöhtes Risiko bei dieser Coloskopie auch Polypen abtragen zu können. Bei Einnahme von Marcumar müssten Sie uns kontaktieren, um die entsprechenden vorbereitenden Maßnahmen zu planen. 
    Wenn Sie noch Fragen haben oder weitere Einzelheiten wissen möchten, geben wir Ihnen gerne Auskunft.


Ich willige in die vorgesehene Untersuchung ein.
  

..........................................             ....................................................
Unterschrift Patient                            Unterschrift Arzt